Januar 2009


Letzte Woche bekam der Vermieter Post von der Eon-Hanse. Der zweite Zähler, welcher meiner ist aber aufgrund eines undurchsichtiges Kabelsalates bisher auch über den Vermieter lief, müsse dringend bezahlt werden. So jedenfalls stand er vor meiner Türe… Aha!

Nach dem der Kabelsalat im Mai behoben wurde, wurden die Zähler getrennt berechnet. One for him, one for me aber wir einigten uns darauf, den Anbieter zu wechseln und so bekamen wir von nun ab den wichtigen und lebensnotwendigen Saft der Firma Bonus Strom. Was mich auf seine Frage bezügliches des Briefes auch wunderlich drein schauen liess.“Wir haben doch gewechselt?! Du warst dabei, wir haben das zusammen gemacht!“ Sein Nicken und das hilflose Rudern seiner Arme verrieten mir, ich hatte Recht! Er war dabei!

Man ging die Kontoauszüge durch, diskutierte kurz, lächelte milde und tat das als Fehler der Firma Eon ab, benachrichtigte diese postalisch darüber und vergass die Sache. Kaum war die zerstreute Logopädin vorhin weg, klopfte der Vermieter erneut. „Wieder Post von Eon, die wollen Geld und zwar nicht wenig!“

Wofür nur? Wir zahlen doch an Bonus und irgendwie diesen Monat sogar mehr als sonst. Um nicht zu sagen das Doppelte. Auch der Vermieter hatte merkwürdige Abbuchungen zu verzeichnen, die er nicht zuzuordnen wusste. 113,-€ statt der gewohnten 50,-€ und eine zusätzliche Abbuchung von 127,-€ deklariert als Nachzahlung. Nachzahlung? Ne, die hatte ich nicht aber… War denn wer zum ablesen da? Bei mir nicht! Bei ihm nicht! Waren die heimlich drinnen? Eher unwahrscheinlich! Hm…  so telefonierte ich mit den netten Telefondamen von Bonus Strom. Plural, weil es eine Weile dauerte bis ich offensichtlich richtig verbunden wurde.

1.) Ich bin bei Bonus Strom und das Geld wird jeden Monat abgebucht. Gut, leide ich doch nicht an schwachmatischer Verblödung und meine Bank fälscht wie alternativ angedacht doch keine Kontoauszüge. Ok!

2.) Hätte man sowohl den Vermieter als auch mich darüber informiert, dass es neue Tarife geben würde und somit erklären sich dann die erhöhten Abbuchungen. Ich wiederholte die mir ins Ohr gesäuselten Sätze laut, was den Vermieter zu ausrufen wie „Und dann gleich 100%? Ja ne, ist klar! Wir kündigen!“ und ähnlichem verleitete. Es scheinen, schenke ich der netten Frau glauben, sowohl der Brief an den Vermieter, als auch an meine Wenigkeit auf dem Postweg verloren gegangen zu sein! Auf meine Frage an sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit wohl sei, dass dem so ist, wusste sie mir nicht zu antworten.

Quintessenz – Klärt sich das Dilemma nicht innerhalb von zwei Wochen mit Eon, stellen die Herrschaften uns den Strom ab. So einfach ist das! Ob wir nun an Bonus monatlich 80,-€ ( nach neuem Tarif 144,-€ ) bezahlt haben oder nicht interessiert Niemanden! Bonus will sich nun darum kümmern. Ich bin gespannt! Hört man nichts mehr von mir, hat Bonus sich nicht gekümmert, denn ich werde nicht an zwei Firmen Strom zahlen! Nur mal so…! Irgendwie habe ich nicht mehr  so richtiges Vertrauen in die!

Da nutzt es auch nichts, dass wir in Anbetracht der unverschämten neuen Tarife ohnehin wieder den Anbieter wechseln werden. Macht Eon dicht, kommt keiner mehr durch bis die ihre Kohle haben, soviel hat man uns klar und unmissverständlich zu verstehen gegeben!

Kann mir das wer erklären? Ich glaube ich spinne! Ja, der Tag kann nur besser werden….

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Nachtrag: Nachdem ich mir die Eon Post eben nochmal vornahm bin ich noch verwirrter!

Im Brief von letzter Woche begrüssen sie den Vermieter unter meiner Zählernummer herzlichst als Neukunden und er möge doch monatlich 29,85€ überweisen!

Im Brief von heute geht es um rückständige aus dem Zeitraum nach dem Wechsel, sprich Mai bis Dezember 2008 plus die fällige Januar Zahlung und mit dem Vermerk, dass ein Wechsel nie stattgefunden habe. Ebenfalls an den Vermieter aber genau wie im vorherigen Schreiben mit meiner Zählernummer.

Ähm… also wenn ein Wechsel nie stattgefunden hat, warum müssen denn aktuell nur noch knappe 30€/mtl. bezahlt werden, statt des alten Betrages, von vor Mai 08, in Höhe von 200,-€/mtl. für alle Parteien plus Werkstatt? Häh? Und warum wurde er im vorhergehenden Schreiben noch aller freundlichst als Neukunde begrüsst? Und wie passt die neue Summe von eben rund 30€ zu der Nachzahlungsforderung in Höhe von 6 x 200,-€ und wenn ich schon so blöd am Fragen bin… Warum kam denn nie eine Zahlungserinnerung? Warum keine Mahung? Und warum haben wir denn überhaupt noch Strom, wenn wir nur mal so über ein halbes Jahr keinen Strom bezahlen?

Ja watt denn nu?

Schlussendlich egal, weil es um meinen Zähler geht und im Zweifel mir der Saft abgedreht wird :(

Jessus, habe ich schlechte Laune!

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Tasha

Gestern Abend rief Therapeutin H., ihres Zeichens Logopädin, an.

Ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass keiner ihrer Termine nicht mindestens einmal telefonisch verschoben wird. So sollte es auch gestern sein. Ob es heute etwas früher, so um 9:30 Uhr ginge. Kein Problem! Die anderen Therapeuten kommen meist Mittags bis Nachmittags. Manchmal auch in den frühen Abend hinein und so hat sie immer reichlich Zeit zum schieben, die sie oft und gerne nutzt.

So wurde der Mister heute früh zeitig rausgeschmissen, was an sich schon mal Mist ist. Er braucht morgens immer eine ganze Weile um fit zu werden. Ergo muss er zwei Stunden vorher geweckt werden und alles vor 9:00Uhr ist nicht seine Zeit, was sich durch eine gewisse Unleidlichkeit zeigt.

Aber alles kein Problem. Ich bin gut! Ich habe alles im Griff. Wenn da nicht der Hund wäre!

Ich erwähnte glaube ich schon mal, wie schön es ist wieder einen Hunde zu haben? Ja, ich glaube… so am Rande mal!

So ein Hund hat ja auch seine Bedürfnisse und wenn das morgens so ist wie heute, geht es nur eben schnell in den Garten. Just in dem Moment, als der gnädige Herr sich zum Kacken abhockt, kommt Grabstein-Peter ( der heisst so, weil er tatsächlich einen Stein in Form eines Grabsteines vor seiner Tür stehen hat, den sein Namenszug ziert – kein Witz! Gut vorgesorgt nenne ich das. ) mit seinen Vierbeinern vorbei. Was heisst, der gerade zum Stuhlgang lassen abgehockte Hund fährt hoch, rennt an den Zaun um seine Artgenossen zu begrüssen. Abbrechen ist auch immer eine schlechte Idee! War es auch wirklich nicht, was man schon an der gebückten Körperhaltung des Vierbeiners sah. Bei solchen Aktionen bleibt der Ködel gerne mal in dem doch nicht eben kurzem Fell hängen und so war es dann auch. Ich war nun doch etwas in Zeitnot! Also den Hund erstmal in die Wanne setzen, damit nichts „beschmiert“ wird und einstweilen weiter um den Mister kümmern.

Der Mister war fertig und ein Blick auf die Uhr verriet, dass ich den Hund zwischendurch abduschen konnte. Gesagt getan! Hund fertig -> zurück in die Küche, wo der Mister gerade den Cappuccino über seine Hose kippte. Schnell den Mister umziehen helfen. Den Cappu vom Rollstuhl und Boden entfernen. Die ebenfalls mit Cappu getränkten Orthesen mit einem gezielten Wurf ins Waschbecken befördern. Zehn Minuten noch bis halb zehn…

Geschafft und was soll ich sagen? Um Punkt aber sowas von genau Punkt 9:30 klingelt mein Telefon und mit Blick auf die Nummer fingen meine Augen an sich etwas zu verdrehen.

Ja, hallo?

Hallo Natascha. H. hier. Sag mal, welche Uhrzeit habe ich dir gestern gesagt?

9:30Uhr

Oh, ich hatte es geahnt. 10:30Uhr meinte ich. Passt das auch….?


So und ich gehe jetzt erstmal das Tier trockenfönen und danach endlich selbst duschen!

Tasha

Man rette mich vor mir selbst!

Es ist noch nicht lange her, dass ich alle meine Wohnzeitschriften der weltbesten Lästerschwester brachte. Ich wollte sie ausser Reichweite wissen, zu oft steckte meine Nase in ihnen. Ja, irgendwann in der Adventszeit war es und mittlerweile liegt hier ein neuer Stapel von nicht weniger als 20 Zeitschriften! Das ist wie eine Sucht. Nein, nicht wie, es ist eine! Nicht das ich sie bräuchte! Ich habe den Kopf so randvoller Ideen, dass ich die meisten davon postmortem werde erledigen müssen. Aber hier und da mal eine klitzekleine Inspiration kann ja nicht schaden, nicht wahr?

Meine Kinder schlagen laut schreiend und schnell weglaufend die Hände über den Köpfen zusammen, sobald ich Pinsel und / oder Zollstock in die Hand nehme. Ich kann da nichts für! Farbeimer stehen immer griffbereit, alles darf ausgehen aber nicht die gute Dispersionsfarbe. ( Kleiner Tip am Rande: Nie, aber auch wirklich niemals solche Farbe auf der Rückbank des Autos transportieren! ) Alles hat seinen Platz und es ist immer eine Auswahl an Abtönfarben vorrätig.

Heute wollte ich mich ans Weissen der Büroregale machen. Erstaunte Gesichter… mit Dispersion? Japs! Das erkläre ich später einmal! Was ich eigentlich schreiben will – Ich finde meine Pinsel nicht. Nicht einen einzigen! Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie ein ganzes Arsenal behaarter Holzstöcke verschwinden kann. Ich will meine Pinsel! Jetzt! Sofort!!!

Ich gehe nochmal in den Keller, verdammte Kiste!

Tasha

Anything is possible! Neni schrieb, ich solle mir „die“ mal ansehen. Danke dir dafür!

Die Geschichte von Rick & Dick Hoyt!

Ich habe mir dieses Video angesehen und schon liefen die Tränen … Für mich sind das eindeutig:

„The one and only Ironmen!“


Heute ist es soweit. In eben diesen Minuten! Die Amtseinführung des 44. Präsidenten der vereinigten Staaten von Amerika. Einen, wie es nach Kennedy keinen derart populären gab. Keinen auf dem soviel Hoffnung ruhte. Keiner, der den Afroamerikanern ein neues Selbstbewusstsein geben konnte, wie Obama es können wird. Du bist schwarz? Und? Streng dich an, studiere, dann kannst du alles werden, bis hin zum Präsidenten!

Welches Jahreseinkommen so ein Präsident wohl haben mag? Egal, für kein Geld der Welt würde ich mit ihm tauschen wollen. Die Last, die eben gerade auf seine Schulter gelegt wird, kann ein Mensch alleine gar nicht tragen.  Das ist etwas anderes als es bei einem Clinton oder auch Bush war. Die Augen der ganzen Welt liegen auf ihm. Die Hoffnung nicht nur seiner Nation, sondern die der westlichen Hemisphäre. Kann ein Mensch alleine all diese Hoffnungen erfüllen? Ist er nicht auch nur ein einfacher Mensch, mit einfachen Fähigkeiten? Sicher ist er motiviert und voller Pläne aber alleine die Altlasten der George W. Bush Ära aus dem Weg zu räumen, bedarf es Jahre!
Nein, ich möchte nicht mit ihm tauschen! Dennoch habe ich einen grossen Respekt vor ihm und seinen Zielen! Möge ihm nur ein kleiner Teil gelingen, das wäre ein Anfang!

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… und dann war da noch die Gritt Liebing. Irgendwer gestern Abend Beckmann gesehen? Die Frau ist der Hammer! Läuft den Ironman mit einem implantierten Defibrilator! 150 mal wurde sie geschockt. 150 mal hörte ihr Herz auf zu schlagen und sie läuft trotzdem den Ironman. Auch ihr gehört mein Respekt! Was man mit dem Willen alleine erreichen kann, zeigt mir wieder, dass wir auf dem genau richtigem Weg sind!

Tasha

Weil es Dinge gibt, bei denen ich eben genau wissen will, wer sie liesst und vor allem entscheiden will, wer sie auf gar keinen Fall zu lesen bekommen soll. Weil es Dinge gibt, die eigentlich viel zu intim sind, als dass man sie jedem zu lesen geben könnte. Lange habe ich überlegt den Artikel überhaupt einzustellen…

Passwort bitte via Kommentar erfragen oder per Mail unter aokblog[at]googlemail.com!

Tasha

…ein junger Mister von 18 Jahren. Der Mister hatte eine Freundin, die zwei Jahre jünger als er war, als es zu einem „Unfall“ kam. Dieser Unfall kam neun Monate später auf die Welt und war ein niedlicher Junge, den man Nico nannte.

Nicos Mutter war zur Zeit seiner Geburt 16 oder 17 Jahre alt, ich weiss es nicht mehr genau und somit jedenfalls hatte das Jugendamt mit der Minderjährigkeit der Mutter automatisch mit Obacht auf das Kind. Die Mutter unreif und voller Lebenslust fand Party machen wichtiger als sich um das Kind zu kümmern und so schob sie das Kümmern auf den Mister. Was nicht immer leicht war, da der Mister seiner Zeit seinen Dienst bei der Marine ableistete. Oft ruften die Nachbarn in der Kaserne an, dass man das Kind weinen hörte, was, wie sich rausstellte, hiess, das Madame das Kind alleine gelassen hatte und jedesmal musste der Mister gucken, wie er aus der Kaserne rauskam. Er hatte zwar einen tollen Vorgesetzten aber irgendwann war auch bei dem die Geduld am Ende und so ist der Mister dann irgendwann immer abgehauen. Stolz war der Mister, dass er tatsächlich einen Platz auf der Gorch Fock bekommen hatte und diesen bald antreten sollte. Dazu kam es aber nicht mehr. Nach einer der üblichen jungmütterlichen Eskapaden musste der Mister erneut ohne Erlaubnis das Kasernengelände verlassen und wurde, wie schon vorher angedroht, unehrenhaft entlassen.

Aber egal, welche Wahl hatte er? Die Mutter hatte keine Schmerzen damit, das Kind alleine zu lassen, was früher oder später zu Komplikationen führen musste! Das Jugendamt schaltete sich verstärkt ein und der Mister als unehelicher Vater hatte derzeit keine Chance, ergo wurde beschlossen, dass seine Eltern die Pflegschaft für den Kleinen beantragen würden und schlussendlich auch bekamen. Das sollte eine Lösung sein, damit das Kind nicht weggenommen werden kann. Alles war dem Mister Recht, solange Nico ihm nicht weggenommen werden würde! Die Lösung funktionierte solange, bis die Mutter des Misters, „die Uschiiii“, sich eine Affäre anlachte und sich sicher war, sich scheiden lassen zu wollen und somit dem Jugendamt gegenüber sagte, dass sie die Pflegschaft nicht länger übernehmen könne. Die Affäre war schnell beendet aber der Werdegang beim Jugendamt nicht mehr aufzuhalten.

Es kam was kommen musste… man trat an die minderjährige Mutter heran, überredete sie das Kind zur Adoption freizugeben. Sie unterschrieb recht schnell die Freigabe und auch der Mister wurde des öfteren geladen. Zwar nur unehelicher Vater ohne Rechte, wollte das Jugendamt die Geschichte in trockene Tücher wissen. Der Sachbearbeiter drängte und drängte, brachte immer die selben Sprüche: „Mister, Sie als unehelicher Vater haben eh keine Rechte und die Adoption ist auch ohne ihre Einstimmung beschlossene Sache.“  Zu dem Zeitpunkt muss sie tatsächlich schon beschlossene Sache gewesen sein. Warum, erklärt sich später durch die Wichtigkeit der angehenden Adopitveltern.

Komische Ideen kamen in den Sinn. Ein Freundin bat sich an, den Mister proforma zu heiraten. Jede noch so kleine Chance musste doch genutzt werden und das Jugendamt würde doch dann ein Einsehen haben und dem leiblichen Vater das Kind geben? Es nutzte nichts! Nachdem jedenfalls dem Mister immer und immer wieder erzählt wurde, Nico würde so oder so adoptiert werden unterschrieb der Mister irgendwann auch. Das würde sich später in den Akten besser machen. Dann würde dort nicht stehen, dass Nico den Eltern entrissen werden musste. So hätte er vielleicht irgendwann noch mal die Chance seinem Sohn als verantwortungsbewusster Vater gegenüber treten zu können, blabla, blablub… Aber mit eben 19 Jahren nun, ist man unbedarft und kommt nicht auf die Idee, dass auch solche Menschen einem eiskalt ins Gesicht lügen! Hätte er es nur nicht getan, hätte er nicht unterschrieben! Unwissend und durch das Amt falsch belehrt, hatte er somit die einzige Chance auf den Sohn vertan! Die Adoption hätte ohne seine Einwilligung nie stattfinden können. Wenn auch unehelich, gibt oder gab es wenigstens im Westteil Deutschlands keine Art der Zwangsadoption und entgegen aller Aussagen, hätte der Mister sich wehren können. Als eingetragener leiblicher Vater hätte er sehr wohl gegenan gehen können. Auf die Idee einen Anwalt zur Hilfe zur nehmen kam der Mister nicht, es war fernab seiner Vorstellungskraft, dass ihn Beamte des Jugendamtes belügen würden!

Irgendwann später, traf der Mister den Sachbearbeiter vom Jugendamt wieder und er tat etwas, dass er trotz Strafe bis heute nicht bereut. Zwischenzeitlich hatte der Mister nämlich erfahren, dass er von dem guten Mann belogen wurde, Nico nie hätte adoptiert werden können ohne seine Unterschrift! So ging er auf den Mann zu und nach zwei, drei gezielten Faustschlägen ging dieser blutend mit gebrochener Nase und ebensolchem Unterkiefer zu Boden. Die Hilflosigkeit nichts tun zu können, der Brass auf Nicos Mutter, die den Sohn zur Adoption frei gab und Initiator war, der Zorn auf die eigene Mutter, die die letzte „Rettung“ verspielte und der ihr der Liebhaber wichtiger war. Und eben das endliche Wissen darüber, von dem Mann belogen worden zu sein und schlussendlich die Wut auf sich selbst, es icht besser gewusst zu haben….Tja, da musste einer für herhalten und ich denke genau der Richtige!

Der Mann, der einer angesehenen Kieler Geschätfsfamilie zu einem Kind verhelfen wollte. Doch, er hatte es verdient! Ja, er hatte! Ich bin gegen jede Form der Gewalt aber wenn ich eines nachvollziehen kann, dann des Misters unfassbare, wirklich unfassbare und hilflose Wut und ich könnte mir gut vorstellen, in eben dieser Situation genauso handeln zu würden. Der Mister verabschiedete sich dafür für ein Viertel Jahr hinter schwedische Gardinen. Verbeamtete zu verhauen ist trotz scheinbar nachvollziehbarer Gründe keine sehr gute Idee! Jedenfalls sieht die deutsche Rechtssprechung es so!

Was folgt, ist ein Cut von 20 Jahren…

Der Mister, mittlerweile 40 Jahre alt, selbst ein Geschätfsmann wie er im Buche steht und in einer weitaus besseren Position als 20 Jahre zuvor, nutze das Dato im Überfluss vorhandene Geld um durch eine Detektei Erkundigungen einziehen zu lassen. 3000€ sollte der aktuelle Name und der Verbleib des Kindes kosten. Die Erkundigungen waren Erfolgreich, so lautete ein Anruf des Detektives und der Mister wurde zu einem Treffpunkt bestellt. Dort angekommen, wurde der Preis verdoppelt, der Mister hätte besser ein Taxi nehmen sollen. Fährt man ein teures Auto, bekommt so ein gegenüber schnell mal Dollarzeichen in den Augen aber was sollte es. Wollte er das Ergebnis wissen, so musste er zahlen und das tat er auch.

Der Name ist bekannt! Gerade in Kiel. Ein alt eingesessenes und vor allem hoch angesehenes Unternehmer Ehepaar, er über Jahrzehnte ein hochwichtiger Mitorganisator der Kieler Woche ( mehr sage ich dazu nicht, sonst hat man das null komma nichts ergoogelt. Pauschal, wie ich es  hier schreibe ist nichts zu finden ). Was eben klar werden liess, warum der Beamte des Jugendamtes unbedingt einen reibungslosen und wasserdichten Ablauf wollte. Einen Skandal, dass der Mister Prozesse hätte führen wollen, wären „unangebracht“ gewesen.

Wie kommt nun so ein Detektiv an Daten einer anonymen Adoption? Das fragte auch der Mister und zur Antwort bekam er, dass das Tagesgeschäft sei und auch die Mitarbeiter des Jugendamtes in Kiel für Geld mehr erzählen, als sie dürfen! Schmiergelder zahlen als Tagesgeschäft. Jeder ist käuflich, auch Beamte! Der Mister hatte es ja vorab auf dem legalem Wege selber versucht.  Eine ganze Mappe Schriftverkehr darüber gibt es, die alle zum selben Ergebnis führten – zu keinem!

Und wie Bestechungen in die eine Richtung laufen, so funktioniert das auch in die andere. Verständlich?

Es wurde nochmal über den legalen Weg versucht aber Seitens des Jugendamtes hiess , dass die Eltern nach wie vor nicht wollten, dass der Mister etwas über den Sohn weiss. Das ist ja anonym und bis heute sind sie der Meinung, dass es nach wie vor so ist. Woher sollten sie wissen, dass wir es besser wissen? Aber sagen kann und darf man das auch nicht! Auch Schmiergelder zahlen ist ein Straftatbestand, für den man den Mister aber auf seines gesundheitlichen Zustands nicht mehr belangen würde. Selbst wenn man argumentieren würde, davon nichts gewusst zu haben, was ja auch der Wahrheit entspricht, so schützt Unwissenheit auch hier nicht vor Strafe!

Jedenfalls hiess es in dem „anonymen“ Schriftverkehr über das Jugendamt, dass die Eltern es nicht für richtig halten, dass Nico Kontakt zu seinem Vater habe. Er sei sozial ohnehin eher den unteren Schichten zugetan und es gäbe dadurch ohnehin genug Probleme! Ein hochtrabende Aussage, sozial den unteren Schichten zugetan. Höre nur ich dort eine gewisse Arroganz heraus?

Ich habe dann oftmals gegoogelt, ob irgend etwas über Nico in Erfahrung zu bringen ist. Aber ausser seinem Adoptivvater, brachte das Netz nichts hervor.

Sei es, wie es ist…. jedenfalls googelte ich vor einem halben Jahr mal wieder nach Nico und ich erschrak fast zu Tode, als sein Name in der Suchmaske tatsächlich erschien. Ich habe das immer mal wieder gemacht. Mal einmal im Monat, mal zwei mal, mal erst nach zwei Monaten wieder und plötzlich taucht sein Name tatsächlich auf. Mein Herz klopfte bis zum Hals als ich den Link anklickte. „Bitte, lass ein Foto für den Mister dabei sein“ Und es war ein Foto! Ein etwas älterer Herr neben zwei Jüngeren und welcher von den beiden Nico ist, war ohne Zweifel klar. Eine Neuauflage des Misters, original ein und das selbe Gesicht. Erschreckend fast die Ähnlichkeit! Selbst die Denkerstirn mit Zornesfalte findet sich in seinem Gesicht wieder!

Und jetzt steht es hier, das Foto von Nico. Gerahmt für den Mister, neben einem sehr unscharfen Foto, das einen Nico im Alter von eineinhalb Jahren zeigt. Das Foto des Sohnes neben dem Foto eines doch unbekanntes aber nie vergessenen jungen Mannes!

Irgendwann einmal vielleicht…..

Tasha

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