Was ein Tag!
Er begann recht früh. Der MDK hatte sich angekundigt und nachdem ich mich das erste mal vorher tagelang so richtig wütend gemacht hatte, habe ich über die Jahre gelernt, dass die eigentlich ganz ok sind! Fazit; der Mister bleibt Pflegestufe drei für die nächsten zwei Jahre pauschal. Die anwesende Vertreterin hält es für unsinnig jedes Jahr zu erscheinen, die Kasse wird ihn noch früh genug runterstufen können, so ihre Aussage. Nun denn, mir soll es recht sein, das verschafft mir Luft!
Einen Fall wie den Mister hätte sie noch nie gesehen war eine weitere Aussage. Schon erstaunlich, was man mit Dickköpfigkeit Ehrgeiz und hartnäckigem Willen alles erreichen kann. Sie hätte noch nie erlebt, dass eine Spastik, wie der Mister sie nach dem aufwachen in den Händen / Armen hatte, sich komplett zurückbildetet hat. Tja, geht nicht, gibt’s nicht. So einfach ist das!

Ein wenig genervt war ich schon. Sie hatte sich doch was früher angekündigt als sie tatsächlich erschien und so waren die Folgetermine nur mit Bleifuss im Laufschritt zu schaffen. Um 13Uhr sollten „wir“ 75km weiter westlich Botox gespritzt bekommen ( und nein, ich bin wie immer leer ausgegangen! ).
Herr, wenn es dich gibt, lass sie doch dorthin endlich eine Autobahn bauen!!! Offensichtlich war es zumindest nicht die Uhrzeit, in der sich die Hausmütterchen in ihren Sonntagsautos auf die Strassen trauen um ihre Ableger aus den Kindergärten zu holen, von daher ging es heute.
Wieder zuhause hat’s mich umgehauen wie sonst selten. Ich musste die Arme ausstrecken um mich am Kopf kratzen zu können aber dank eines kleinen Nickerchens und gut einem Liter Kaffee ist das Gefühl, der Kopf könnte tatsächlich explodieren einer leichten Leere gewichen. Anders kann ich mir die plötzliche Unzufriedenheit mit meinem Haupthaar nicht erklären. Kurzfristig war ich in Versuchung die Schere zu nehmen, wurde aber durch das Klingeln des Telefons davon abgebracht und während ich danach vor dem Spiegel stand siegte der Gedanke: „Was 15 Jahre ging, geht auch noch die nächsten 10!“ und so fielen nur die Spitzen dem Wahnanfall zum Opfer. Ich bin so schrecklich langweilig! Aber gut so, ich hätte mir wieder ( wie vor 15 Jahren ) Monate lang versucht selbst in den Hintern zu beissen!

Apropos Hintern…. Ich habe das grosse Wiegen gestern vergessen!
Also hier meine Ergebnisse nach acht Wochen Diät Cappu-Entzug:
Gewicht – 9kg ( für meine liebste LS in Worten MINUS NEUN KILOGRAMM )
Umfang Fettarsch Murs – 8 cm
Umfang Bauch – 7 cm
Umfang Brust – 6 cm
Törröh-törröh!
*tanzt*und*hüpft*und*singt* ob des Wissens nicht die Anfangsdaten auf den Tisch legen zu müssen…

Zum Wochenende… es war schön und weniger arbeitsam als geplant aber der geneigte Leser ist das ja schon gewohnt! ;) Ein Pläuschchen aus Bloggersdorf brachte eine wirklich nette Abwechslung. @Claudia, für morgen alles Gute!!

Tasha