Was mir so durch den Kopf ging wegen dieses Familiendings schrieb ich kürzlich hier. Die Wut wird nicht weniger und nun lass ich bei Elena genau das, was schlussendlich irgendwann passiert. Ein Teil stirbt und die Chance, dass jemals wieder etwas anders wird ist vertan!
Ich glaube genau das würde ich auch fühlen. Irgendwie wie nicht von dieser Welt aber ein Stück weit befreit und nicht fähig zu trauern, weil die Eltern keine im Sinne der Definition waren. Menschen, mit denen man zufällig verwandt ist. Das ist etwas, das ich bei meinen Kindern nie nicht machen würde. Ich versuche sie zu nehmen wie sie sind, bei allem Mist den sie mal gebaut haben oder noch bauen werden. Ich glaube nicht, dass jemals irgendwas vorfallen könnte, dass ich eines von ihnen „verstossen“ würde. Ich glaube das nicht nur, ich weiss es!
Nun hat mein Bruder etwas getan. Er hat meiner Mutter den Tipp gegeben, wo man mich im Netz finden könnte. Nicht diese Seite… sondern bei Stayfriends, woraufhin sie sich prompt dort angemeldet hat und nun offensichtlich ( weil sie ja weiss, dass ich es weiss ) darauf wartet, dass ich mich melde. Nen Scheissdreck werde ich tun! Den Mist, der zu der Situation führte wie sie ist, habe schlussendlich nicht ich verbockt!
Ist das nachtragend? Habe ich nicht das Recht wütend zu sein? Muss ich mal wieder die Klappe halten und so tun als sei nichts gewesen nur um des lieben Friedens Willen? Ich habe mich nicht fehl verhalten, sondern ihr werter Gatte, in dessen Windschatten sie sich hängte und in dem sie bis heute klebt! Da wird man, egal wie lange es her ist, doch mit recht sauer sein dürfen?
Ne, nix ist! Kein Stück. Ich werde mich nicht melden, basta! Ich bin nicht der Typ der Dinge unter den Teppich kehrt, selbst wenn ich es versuchen würde, ich könnte es nicht. Ich kann mich einfach nicht verstellen. Wenn es Dinge gibt, die angesprochen gehören, dann muss ich das tun, andernfalls drohe ich daran zu ersticken. Das ist wie ein Kloss im Hals, der alle anderen Gespräche im Vorfeld nicht zulässt. Aber genau das ( Klappe halten und Teppich anheben ) wird von mir erwartet, über ihre Fehler hinwegzusehen und sie zu nehmen wie sie sind. Etwas, das im Gegenzug nie der Fall war!
Man nervt mich das und dann lese ich bei Elena eben genau das, was ich immer sage… fuck
Tasha
8. Juli 2009 at 07:51
Ich kann dich verstehen- sowas von verstehen. Mir gehts genauso wie dir.
Mir grauts davor, dass irgendwann ein Anruf kommt, Mutter oder Vater seien verstorben. Was kommt danach?
Fragen über Fragen, auf die eigentlich meine Eltern die Antworten liefern sollten. Deshalb sind sie doch Eltern, oder? Muss ich als Kind meiner Eltern die Verantwortung, Rechtfertigung und Entschuldigung für das Verhalten meiner Eltern liefern? Andere Verwandte und Freunde sagen, ich sei reifer, als meine Eltern und wüsste das alles doch besser, ich solle nachgeben. Ist das nicht schlimm, dass ich als vernünftiger bezeichnet werde?
Führt ja doch irgendwie zu nichts, diese Fragerei.
Ich versuche mein Leben zu leben, soweit es die Fesseln zulassen, die mir meine Eltern mit ihrer „Verstossung“ auferlegt haben.
Tasha, wir können es nur bei unseren Kindern besser machen. Aber ändern können wir andere Menschen nicht!
Hari
8. Juli 2009 at 07:52
Vaters Tochter, lieber die Zunge abbeißen, als über den Dingen stehen? Loyalität um jeden Preis, ist zuweilen auch eine Art von Verbohrtheit. Irgendwann muss Schluss sein und dem Gegenüber müssen solche Schlusspunkte und auch die daraus unter Umständen entstehenden Konsequenzen bewusst sein. Will da bei Gott nichts behaupten, ist nur einmal das so eingeworfen, was die Soziologie dazu sagt.
Mit der Trauer ist das immer solche Sache, da kommen zuweilen seltsame Dinge an den Tag. Je nach dem was man so erlebt hat, kann der Zeiger der Gefühlswaage in sehr unverhoffte oder vielleicht sogar recht unschöne Richtungen zeigen. Aber nicht für unsere Gefühle kann man uns maßregeln, dafür kann keiner etwas, nur für die Art wie wir damit umgehen vielleicht. Den Tod eines Tyrannen auch als Befreiung zu empfinden ist OK, man sollte aber vielleicht nicht unbedingt auf seinem Grab tanzen….
8. Juli 2009 at 07:55
Muss ich mal wieder die Klappe halten und so tun als sei nichts gewesen nur um des lieben Friedens Willen?
Ein ganz energisches NEIN!
Wenn hier jemand etwas tun muss, wäre es deine Mutter. Allerdings hat sie sich 15 Jahre unterdrücken lassen und alles getan, um den Frieden zwischen ihr und ihm aufrecht zu erhalten. Das ist ihr ins Blut über gegangen. Diese Ehe kannst du nicht zerbrechen.
Von dir wird erwartet, du sollst drüber hinweg sehen und im Gegenzug darfst du dir dann wieder Belehrungen/Beschimpfungen anhören? Niemals nicht! Wenn deine Mutter sich dort angemeldet hat, soll sie sich melden. Warum du? Das „Entgegenkommen“ kann nicht immer nur von einer Seite kommen.
Solche Situation kenn ich von meinen Ex-Schwiegereltern. Er ist ein ebenso großer Patriarch und wenn es etwas gegen mich zu sagen gab (war viel in 17 Jahren Ehe) hat es immer sie abbekommen und sie sollte es mir dann erzählen…
Weißt was? Mach dir keinen Kopf. Wenn deine Mutter was zu sagen hat, wird sie es schon tun – da brauchst du jetzt nicht hinterher zu rennen.
8. Juli 2009 at 08:03
Muss ich als Kind meiner Eltern die Verantwortung, Rechtfertigung und Entschuldigung für das Verhalten meiner Eltern liefern?
Nein, Lulubelle, das muss man nicht. Seltsamerweise machen es aber die meisten so
Was die Sache mit dem Sterben angeht – würde Tashas Mutter zuerst sterben, wird sie ihm die Schuld geben und ihn danach vergessen. Würde er zuerst sterben, würde sich ihre Mutter fragen – WARUM? Warum bist du so geworden wie du bist? Danach gäbe es vielleicht eine Chance auf Neubeginn, vielleicht auch nicht.
8. Juli 2009 at 08:08
liebe Tasha,
es mag ja sein, dass da in der vergangenheit viel mist passiert ist, aber wenn sowas wie der „tod“ kommen sollte, dann gibt es keine möglichkeit mehr, darüber zu reden – dann hast auch du deine chance verpasst, deiner mutter all deinen schmerz und deine wut entgegenzuschreien und ihr zu sagen, wie weh sie dir damit getan hat, dass sie dich damals im stich gelassen hat….
der tod ist nunmal leider endgültig….
vielleicht sollte man es wenigstens probieren – dann kannst du hinterher wenigstens in den spiegel schauen und sagen: ok, ist leider nichts draus geworden, aber ich habe es wenigstens probiert…..
und unter den teppich kehren musst du überhaupt nichts!!!!! das wäre ja blöd und würde an dem sinn und zweck dieser zusammenführung völlig vorrüber gehen – die wahrheiten sollten schon auf den tisch kommen, dann kann jeder dazu stellung nehmen… sie darf ruhig wissen, wie weh sie dir getan hat!!!
8. Juli 2009 at 08:47
@hari, eben so ist es. da graut mir vor! dass ich reifer bin als die beide zusammen, weiss ich ohne dass es mir jemand sagen muss. nichtsdestotrotz bin ich es leid immer alles hinzunehmen….
„verstossen“ trifft es auch nicht. nach dem letzetn donnerknall habe ich mich einfach nciht mehr gemeldet. das war mir dann doch ne spur zu viel. „offiziell“, wenigstens in ihrer version, galt ich die letzten jahre als „verschollen“. man hätte ja gar keinen kontakt zu mir aufnehmen können, da man nicht wusste wo ich abgeblieben sei. das rauszukriegen wäre natürlich innerhalb von 2 minuten machbar gewesen, wenn man es denn gewollt hätte aber das macht sich als erklärung eben besser, nicht wahr?
@the voice, auf seinem grab tanzen? ne, dazu ist er mir dann doch zu egal. seinen tod würde ich zur kenntnis nehmen und dann gut! bei meiner mutter…. keine ahnung. wie gesagt, sie ist nur auf ihn fixiert und hat dafür alle anderen, die sich ihm nicht anschlossen, beiseite gelegt um ihre ruhe zu haben. was man schlussendlich dann wirklich fühlt, kann man vorher nur erahnen und momentan denke ich eben, dass es mir nicht anders gehen würde als elena. im grossen und ganzen finde ich das ziemlich zum kotzen, dass man sich über sowas gedanken machen muss. naja, man muss ja nicht aber das passiert zwangsläufig.
@wortman, in der offiziellen version ( ihren ) gibt es ja keine beschimpfungen! von daher entspringt das ja alles nur meinem kranken kopf! deswegen wird wohl auch erwartet, dass ich mich melde, ich bin ja schliesslich die böse, die den herren grundlos einen versoffenen arsch von alki genannt hat, nachdem er für meine kinder das sorgerecht beantragen wollte. monsieur war nicht damit einverstanden, dass ich mich von dem mann getrennt habe ( den er irrsinniger weise sonst nicht leiden konnte ) und meinte daraufhin sein wirkungsfeld ausweiten zu müssen. als ob ich den jemals zuvor für voll genommen hätte….
und was du zu hari sagtest. eben das ist es ja. kein schöner gedanke und seit jahren mein reden, dass ich hoffe, dass er vor ihr abtritt! traurig nicht wahr?
@my little ls. das ist es ja eben. man erwartet dass ich tue als sei nie etwas gewesen. das hatte s. ja angedeutet als er da war. von wegen man müsse auch mal gut sein lassen. kann ich aber nicht, weil eben all das was sie über die jahre erzählt haben nicht stimmt. davon ab, dass das ganze vorher schon mühselig war…
würde ich nun in der mir eigenen art, also alá dampfwalze mit dem rausrücken, was mich wurmt, käme da nix, ausser – ist nicht wahr. du weisst ja, das diplomatie nicht gerade meine starke seite ist und ein u immer ein u bleibt und kein x draus wird!
tja und fängt die katze an sich in den schwanz zu beissen. du kennst mich und ich gebe nicht ruhe, bevor die wahrheit auf dem tisch liegt und dort auch liegen bleibt. ich hasse halbwahrheiten und ungerechtigkeiten zu sehr, als dass ich das thema beiseite legen könnte so lange es nicht geklärt ist. *seufz* ich bin schon ein schwieriger mensch…
8. Juli 2009 at 09:09
Tasha, ich mag jetzt vielleicht „gefühlskalt“ klingen, aber warum ist das traurig? Wenn es nicht verboten und wider der Menschlichkeit wäre, würde ich dafür sorgen, dass er zuerst dran ist
So bleibt, böser weise, nur die Hoffnung, dass er mal ein Pflegefall wird und deine Mutter ihm dann den langen Finger zeigt… als Zeichen, was sie die ganzen Jahre (aus welchem Grund auch immer) scheinbar wortlos ertragen hat – wenn sie es kann/könnte.
Ganz ehrlich? Was quälst du dich damit herum? Streich den Kerl aus deinem Gedächnis, behalt deine Mutter im Hinterkopf und lebe dein Leben wie DU es willst.
Du weißt doch, wem es nicht passt, der soll wegbleiben.
Meine Mutter hatte mal vor X Jahren bei mir Hausverbot
3 Monate – dann kam sie kleinlaut wieder an
Danach lief es besser.
Heute allerdings ist mein Verhältnis allerdings recht kühl gegenüber meinen Eltern. Ein Grund ist dieser Januar:
http://wortman.wordpress.com/2008/12/31/jahresruckblick-2008/
Meine Mutter wusste es von Anfang an und beide haben es noch geleugnet, als ich mit den Unterlagen vor der Tür stand.
8. Juli 2009 at 10:47
Mir geht´s genauso…
8. Juli 2009 at 11:07
@wortman, sich er sollte man einiges einfach streichen, nur klappt das eben nicht immer. theoretisch weiss ich das ja nur praktisch…. *seufz* ich denke nicht, dass sie an ihrem leben etwas falsch findet. sie scheint mir in dieser beziehung irgendwas gefunden zu haben, dass ich vielleicht nur nicht nachvollziehen kann! deswegen würde sie ihm, egal was ist, auch nicht den stinkefinger zeigen.
merkwürdig auf welche wegen man zu geschwistern kommt. in meiner ehe, stand da auch eine frau vor der tür, die sagte die schwester meines mannes zu sein. und siehe da…. auch da hatte die mutter es bis zuletzt nicht zugeben wollen. blödsinn!
@gina, mir scheint das ein generationen-problem zu sein. vielleicht sind unsere eltern einfach zu intolerant erzogen worden, als dass sie aus ihrer haut könnten, andere lebensweisen oder ansichten akzeptieren könnten?
traurig, traurig…
man hört das so oft und meistens ist das eine altersgruppe
8. Juli 2009 at 12:46
Also ich sehe da weniger ein Generationsproblem das hätte sich ja irgendwann erledigt und würde sich nicht immer wiederholen. Ich halte das ganze für eine große Unsicherheit im zwischenmenschlichen Umgang, es wird zu wenig konstruktiv und nicht offen genug geredet. Ängste sind da wohl die Motoren des Unheils. Die Angst die Kontrolle zu verlieren, die Angst die Kontrolle über sein Leben nie übertragen zu bekommen. Die Angst seine alten verklärt-romantischen Wünsche über das Leben seiner Nachkommen nicht umsetzen zu können, die Angst die Erwartungen der Eltern nicht erfüllen zu können oder zu wollen. Die Angst loszulassen, Dinge geschehen zu lassen, die Angst sein eigenes Leben nicht führen zu dürfen….. usw. Bei allem persönlichen Ärger und auch bei all der Fehlbarkeit unserer Eltern und auch unserer eigenen, dürfen wir nicht vergessen, dass der Andere sicher auch so seinen Schmerz und seine Probleme mit der Situation hat. Wir sind alles nur Menschen voller Fehler und Unzulänglichkeiten. Man kann nur sein Bestes geben. Man muss auch aus seinen Fehlern lernen, besser noch man lernt aus denen Anderer und macht eigene erst gar nicht. Es ist ja auch nicht leicht Kinder großzuziehen und es ist erst recht nicht leicht sie dann loszulassen, das muss doch öfter zu Spannungen führen. Kinder brauchen Wurzeln und Flügel, da soll es wohl zu unwilligen Flügelschlagen, Gezerre und Gezeter kommen bei so einer Ausstattung. Richtig machen kann man das auch nicht wirklich, sondern sich nur bemühen, es so wenig falsch wie möglich zu machen…..
8. Juli 2009 at 15:48
Generationenprobleme gibt es in jeder Generation – das scheint schon de jure so zu sein…
Vielleicht hat sich unsere Generation einfach mehr Freiheiten genommen, die die Vorgeneration noch nicht kannte?
Ich habe seit 1/1996 keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Sie hatte mir nach meinem jahrlang feige vermiedenen öffentlichen Outing (mit 29!) gesagt, dass ich gern mit einer Frau zusammenleben könne, aber das entweder heimlich tun solle (also ein verlogenes Doppelleben führen), oder aber mich in „ihrer“ Stadt nicht mehr blicken lassen dürfe. Ich zog letzteres vor…
8. Juli 2009 at 21:50
Ich überlege mir auch immer wieder, wie ich reagieren würde, wenn mein Erzeuger eines Tages den Weg zu mir finden würde. Grundsätzlich würde ich immer sagen „ich würd´ ihn vor der Türe stehen lassen.“ Andererseits gab es auch zwischen uns nie eine Aussprache, nur einen Abbruch, der schlussendlich so weit ging, dass ich mich vom jetzigen Mann meiner Mutter adoptieren ließ, damit ich nie wieder was mit dem Kerl zu tun haben werde. Ich denke eigentlich meistens, es ist alles gesagt. Aber das ist es nicht. Ich hätte jede Menge Fragen. Ich würde jede Menge Dinge gerne loswerden. Aber wäre ich bereit für so eine Konfrontation? Wohl kaum. Da müsste schon eine Entschuldigung, ein erster Schritt aus seiner Richtung kommen und ich müsste ehrliches Interesse bemerken. Dann VIELLEICHT, aber aus entsprechender Distanz. Meine Halbschwester kenne ich ja auch nicht…
Der Schritt Deiner Mutter, sich bei Stayfriends anzumelden, ist ein erster kleiner Schritt in Deine Richtung. So sehe ich es jedenfalls. Ich würde aber noch einen zweiten größeren abwarten. Du machst das schon richtig. Müssen musst Du gar nichts. Es sei denn, Du willst…
8. Juli 2009 at 21:55
@the voice. ernsthaft? ich glaube nicht, dass das viel mit angst zu tun hat. vielmehr schlicht mit intoleranz! dazu müsste ich aber mehr ausholen, was ich nicht will. da müsste ich einen roman schreiben
was ich weiss ist, dass beide schilchtweg unfähig sind fehler einzugestehen. wie gesagt, die offizielle story ist eh eine andere als meine, weil sie besser ins bidl passt.
ich denke, dass ich es wirklich besser gemacht habe mit meinen. sicher auch nicht perfekt, denn ich bin alles aber das nicht, aber deutlich besser. sie haben flügel aber sie wissen auch immer wo ihre wurzeln sind und wo sie im zweifel aufgefangen werden, wenn die flügel mal lahmen!
@gina. vielleicht mag es nciht so sein aber ich sehe es ganz viel, dass gerade leute in „unserem“ alter durch die bank weg den selben ärger haben.
das war irgendwie spontan mein erster gedanke, dass es um dein outing ging und bei gott! sorry, aber das muss jetzt sein. wenn es eine million gründe gäbe, dass ist nun wirklich keiner! kannst mal sehen um was für nichtigkeiten es schlussendlich manchmal geht! aber das ist, wie ich oben schon zu the voice sagte, wirklich schlicht intoleranz!
*kopfschüttel*
@bini, das ist kein erster schritt, das ist wie immer „geeiere“. immer nur halbgarer kram.
eine konfrontation würde ich nicht scheuen. die habe ich nie gescheut. wenn ich mist mache, stehe ich dafür gerade, ebenso erwarte ich es aber auch anders herum. kann man ganz abschliessen? gerade wenn man selbst kinder hat, denkt man doch immer wieder in die richtung, wie die das „so“ können. ich verstehe das nicht und ich hätte jede menge fragen, auf die ich auch schlicht antworten erwarte!
man denkt mal mehr, mal weniger dran und wenn ich dann sowas lese wie gestern bei elena, kommts mir wieder hoch. ist es richtig zu warten, dass irgendwann schluss ist, weil wer stirbt? andererseits weiss ich, dass meine vorwürfe wieder an einer wand aus ignoranz abprallen. „ist ja gar nicht wahr“, „stimmt ja gar nicht“… ham wir alles schon gehabt. es gibt ja menschen, die können sich sowas selbst schön reden und glauben das dann auch!
9. Juli 2009 at 09:26
Mit meiner Angst-Vermutung meinte ich auch nicht so unbedingt deine Geschichte speziell, da kannst du auch bei aller Mühe nur eine Seite darstellen, die Sache hätte aber zwei. Ich dachte eher an das Eltern-, Kinderdesaster generell. Um letztendlich zu so einem Bruch zu kommen, gehört sicher noch mehr. Starr-, Eigensinn, Sturheit, übertriebener Stolz, Selbstgerechtigkeit, sicher auch Intoleranz, Selbstgerechtigkeit bla bla, also das volle Programm zwischenmenschlichen Versagens. Wenn man das alles ausließe und zurückginge zum Ursprung des Ärgers, meine ich, kämme man zu Ängsten über die dann offen und ehrlich zu reden wäre…..
9. Juli 2009 at 09:40
ich weiss nicht… wie ich schon sagte, sehe ich das gerade bei leuten meines altes immer wieder. egal wem man das erzählt; „kenn ich!“
ich denke schon, dass die menschen sich in soweit weiter entwickelt haben, dass viel mehr menschen ihre kinder nehmen können wie sie sind. nicht generell, das stimm, viele wiederholen die fehler aber ebenso viele lernen mittlerweile draus.
deswegen würde ich das nicht nur auf angst als „kern“ zurück führen wollen. ich persönlich jedenfalls kenne diese art der angst nicht was meine direkte familie ( kinder ) angeht. vielleicht auch weil man immer alles offen anspricht.
recht hast du sicherlich, dass viele eigenschaften hier zusammen kommen und auf einander prallen.
der alte sack – selbstherrlich, selbstgerecht, intolerant.
die mutter – gehorsam, friedliebend, und nicht durchsetzungfähig.
icke – sturköpfig, verbissen, rechthaberisch.